Feedback zur Berger Elefantenrunde

Der große Auftritt der vier Berger Bürgermeisterkandidaten zur Kommunalwahl 2020 ist vorüber. Wir haben im Anschluß die Gelegenheit genutzt und ein paar Besucherstimmen eingefangen.

Auf dem Bild oben sehen Sie (v.l.n.r.): Rupert Steigenberger (gemeinsamer Kandidat von EUW, Bürgergemeinschaft und SPD), Robert Schmid (CSU), Elke Link (QUH), Anke Sokolowski (FDP) und ganz rechts Peter Schiebel, Redaktionsleiter vom Starnberger Merkur und Moderator der Podiumsdiskussion.
 
 

Forderungen nach einer sozial- und umweltverträglichen Kommunalpolitik

Full House in der Post Aufkirchen
Von Politikverdrossenheit keine Spur, bis auf den letzten Platz war der große Saal im Gasthof Post in Aufkirchen gefüllt.
„Zunächst finde ich es höchst erfreulich, dass die Veranstaltung dermaßen gut besucht war. Inhaltlich lagen die vier Kandidaten nicht wirklich weit auseinander. Allerdings gab es meines Erachtens. doch erhebliche Unterschiede bei der fachlichen und persönlichen Qualifikation. An den neuen Gemeinderat und den/die BürgermeisterIn sollten die Berger Bürger offensiv mit Forderungen nach einer sozial- und umweltverträglichen Kommunalpolitik herantreten. Wichtig sind mir dabei insbesondere die Durchsetzung der maximalen Ökostandards beim Rathausneubau, die Anstellung eines/r Klimabeauftragten, ökologische Mobilitätskonzepte und Ausrichtung der Kommunalpolitik am Gemeinwohl.“
 
 

“Weiter so“ Berg!

„Ein Abend voller Harmonie, so präsentierte sich für mich das Bürgermeisterquartett vor vollem Haus. Leider mussten einige draußen bleiben, da der große Saal der Post in Aufkirchen bereits um 18:30 Uhr überfüllt war. Inhaltlich waren die Unterschiede zwischen den einzelnen Kandidaten kaum auszumachen, es wurde gemeinsam gelacht und niemand übte großartig Kritik am „Gegner“. Fakt jedoch ist, das Themen wie Rathausbau, Sportfunktionsgebäude des MTV Berg oder auch sozialer Wohnungsbau in Höhenrain die zur Verfügung stehenden Mittel in der nächsten Legislaturperiode binden werden, so daß wenig Spielraum für weitere Projekte bleibt. Mein Fazit: Gleichgültig wer in Berg gewählt wird, die Weichen sind bereits gestellt, es bleibt alles wie es ist.“

Wegen Überfüllung bereits ab 18:30 Uhr geschlossen
Wegen Überfüllung bereits ab 18:30 Uhr geschlossen

 

Die GRÜNEN nicht vergessen!

„Der freundliche Umgang miteinander, auf dem Podium und im Saal, hat mir sehr gefallen. Das ist ja leider heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Die offensichtliche Kompetenz von Frau Link und Herrn Steigenberger muss aber auf jeden Fall durch einen fachlich versierten Gemeinderat, der die Umweltthemen im Auge behält, flankiert werden. Da waren auch diese beiden Kandidaten leider in Ihren Absichten nicht sehr engagiert. Die Grünen stehen hier gut vorbereitet, mit Herz und Verstand, zur Wahl.“
 
 

Kompetenz und Führungsqualitäten

„Rupert Steigenberger empfand ich am kompetentesten mit Hintergrundwissen und Antworten gefolgt von Elke Link. Anke Sokolowski und Robert Schmid überzeugten mich nicht als Führungspersöhnlichkeiten und in ihren Antworten.“
 
 

Mehr Bürgerbeteiligung, Steuerung durch Bebauungspläne

Rupert Steigenberger (gemeinsamer Kandidat von EUW, Bürgergemeinschaft und SPD)
Rupert Steigenberger (gemeinsamer Kandidat von EUW, Bürgergemeinschaft und SPD)
„Die Veranstaltung am Freitag war schon allein deshalb ein Riesenerfolg für unsere Demokratie, weil sich so viele Bürger persönlich informieren wollten. Auch wenn es bei vielen Themen Übereinstimmungen gab, kristallisierten sich für mich doch einige Unterschiede heraus.
So das Angebot von Herrn Steigenberger, die Arbeit des neuen Gemeinderates von engagierten Bürgern in fest installierten Gruppen (wie in Starnberg z.B. Stagenda) begleiten zu lassen. Auch seine Absicht, gerade im Innenbereich durch Bebauungspläne die Bebauung besser zu steuern und weitere schlimme Auswüchse möglichst zu verhindern, erschien mir sehr fundiert.
Grundsätzlich fand ich es sehr angenehm, wie respektvoll alle miteinander umgegangen sind.“
Iris v. Frenckell-Machnik
 
 

Unterwegs Richtung Bürgerbeteiligung?

„Ein überfüllter Saal signalisiert: Die Bürgerinnen und Bürger wollen mehr Information und Transparenz zur Rathauspolitik. Auf die Forderung nach mehr „Bürgerbeteiligung“ reagierten die vier Kandidaten eher schaumgebremst. Robert Schmid reduzierte den Beteiligungswunsch auf „Information“ und glaubt, dass öffentliche Ratstermine und „Betrifft Berg“ dafür ausreichen („Wer mehr wissen will, hätte sich informieren können!“). Elke Link verweist auf den QUH-blog. Anke Sokolowski berichtet von aufwändigen Planungszellen. Rupert Steigenberger denkt über eine abgespeckte Version der „STAgenda 21“ nach – als Bürger-Beratungsgremium für den Gemeinderat. Das sind gute Ansätze – Bergspezifisch.“
 
 

Unser Fazit:

Auch wenn für viele die Bürgermeisterwahl bereits entschieden ist, sollten Sie dennoch zur Wahl gehen, denn auch der Gemeinderat spielt eine entscheidende Rolle für die Zukunft Bergs. Am 15.03.2020 haben Sie die Möglichkeit diese durch Ihre Stimme mit zu beeinflussen.
Gehen Sie wählen!

Lesen Sie auch was der Starnberger Merkur in seinem Artikel „Vier für Berg“ schreibt.

Oder das Interview mit den Bürgermeisterkandidaten/-innen zum Thema Klimaschutz.
 
 

PS: Die Kommentare spiegeln die Meinungen der befragen Bürger und Bürgerinnen wieder. Die Überschriften der einzelnen Kommentare sind eine Zusammenfassung der Redaktion.
 
 

Photos: Chris Rebok Photography